Wehr macht Hydranten als Schwachpunkt aus
Es kommen Rauchschwaden aus dem Stall des Anwesens Fößel in Rennesberg, doch da strömen schon von allen Seiten Feuerwehrleute heran. Die Wehren aus Dörfles, Marktrodach und Friesen arbeiten bei dieser Übung zur Aktionswoche der Feuerwehren zusammen.
Unter den Aktiven ist Marco Saal. Während er die Autos anhält, damit seine Kollegen ungestört arbeiten können, beschreibt er das Szenario. "Zunächst muss der Brand weitgehend gelöscht werden", erklärt der 36-Jährige und winkt derweil ein Auto vorbei. Dafür müssen natürlich die Schläuche ausgelegt werden.
Ein Hydrant oberhalb des Anwesens dient zur Wasserbeschaffung. Allerdings reicht der nicht aus. Deshalb wird mit Hilfe von Güllefässern weiteres Wasser aus der Rodach herangeschafft. Daher wird eigens ein Faltbehälter aufgebaut, in dem das Wasser gesammelt wird, um anschließend in die Schläuche gepumpt zu werden.
Menschen in Not retten
"Während der Brand gelöscht wird, kommen die Kollegen mit den Atemschutzmasken zum Einsatz", beschreibt der hauptberufliche Maschineneinrichter Marco Saal das weitere Vorgehen und deutet auf zwei Männer, die sich bereit machen. Diese dringen in den Stall ein und retten nach und nach die vermeintlich Eingesperrten aus ihrer Not. Bereitgestellte Tragen dienen zum Transport.
Der Einsatz wird erfolgreich abgeschlossen. "Jetzt beginnt erst die eigentliche Arbeit", merkt Marco Saal an und lacht. Denn alles muss ja auch wieder verstaut werden. Erst als der letzte Schlauch verpackt ist, entspannt sich die Situation langsam.
"Es geht hauptsächlich darum zu schauen, wie gut wir alle zusammenarbeiten", erklärt der Familienvater. Den Einsatz haben schließlich die Wehren aus Dörfles, Marktrodach und Friesen gemeinsam bestritten. Bei einem echten Brand würde es noch viel schneller gehen.
Erkenntnisse der Übung
Ob er immer schon Feuerwehrmann werden wollte? "Na ja, als Kind hatte ich eigentlich Angst vor Feuer", sagt der Oberrodacher und schmunzelt. Allerdings sind auf einmal alle seine Freunde in die Jugendfeuerwehr gegangen. Er hat sich ihnen dann angeschlossen. Mittlerweile schätzt er den Kameradschaftsgeist und die Hilfe, die er anderen geben kann.
Bericht: Maria Gerhard - Fränkischer Tag